🔬 Neue Studie im Fachjournal The Lancet: Was die LIPLEG-Daten zur Liposuktion bei Lipödem zeigen

Die vom G-BA beauftragte Studie liefert erstmals kontrollierte Daten zur Schmerzwirkung

Die LIPLEG-Studie, eine vom Gemeinsamen Bundesausschuss beauftragte kontrollierte Studie zur Liposuktion bei Lipödem, wurde im September 2026 im renommierten Fachjournal The Lancet veröffentlicht. Wir erklären, was die Ergebnisse bedeuten – und was noch offen ist.

Die LIPLEG-Studie hat untersucht, ob eine Liposuktion bei Lipödem (Stadium I bis III) die Beinschmerzen stärker lindert als eine rein konservative Behandlung wie Kompression und Bewegungstherapie. An der Studie nahmen 410 erwachsene Frauen mit gesichertem Lipödem an 11 Studienzentren in Deutschland teil.

Laut der Pressemitteilung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 4. September 2026 zeigten die nach 12 Monaten ausgewerteten Daten einen signifikanten Effekt zugunsten der operativen Behandlung bei der Schmerzreduktion sowie Verbesserungen bei der Lebensqualität. Genaue Prozentwerte je Krankheitsstadium wurden in der Pressemitteilung nicht genannt.

Diese Daten waren mit ein Grund dafür, dass die Liposuktion bei Lipödem inzwischen unabhängig vom Stadium als Kassenleistung möglich ist. Offen ist noch der zweite Beobachtungszeitraum der Studie (Monat 13 bis 24), der zeigen soll, wie oft nach der OP erneute Eingriffe nötig werden.

Für dich persönlich ändert diese Veröffentlichung nichts automatisch an deinem Behandlungsweg – sie liefert aber wissenschaftliche Evidenz, die Ärzt:innen und Kassen bei Entscheidungen zugrunde legen. Ob eine Liposuktion für dich infrage kommt, besprichst du am besten individuell mit deiner behandelnden Praxis.

Quellen:

  • https://www.g-ba.de/service/fachnews/255/
  • https://www.monitor-versorgungsforschung.de/news/liposuktion-beim-lipoedem-lipleg-ergebnisse-im-lancet-publiziert/