🧠 Neue Studie: Lipödem und die psychische Belastung, die oft übersehen wird

Eine aktuelle Vergleichsstudie aus Italien zeigt: Körper und Psyche hängen beim Lipödem eng zusammen

Eine neue Studie hat Frauen mit und ohne Lipödem verglichen – und dabei deutliche Unterschiede beim seelischen Wohlbefinden gefunden. Was das für dich bedeuten kann und warum psychologische Unterstützung keine Nebensache ist.

Forschende haben 77 Frauen mit Lipödem mit 32 Frauen ohne die Erkrankung verglichen. Mit anerkannten psychologischen Fragebögen wurde unter anderem erfasst, wie zufrieden die Teilnehmerinnen mit ihrem Körperbild sind, wie gestresst sie sich fühlen, ob depressive Symptome vorliegen und wie es um ihr allgemeines Wohlbefinden steht.

Das Ergebnis: In allen untersuchten Bereichen schnitten die Frauen mit Lipödem deutlich schlechter ab als die Vergleichsgruppe – mehr Stress, mehr Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper, mehr depressive Symptome, auffälligere Essgewohnheiten und mehr Schmerzen. Gleichzeitig war ihr allgemeines Wohlbefinden und ihre Lebenszufriedenheit niedriger.

Wichtig zu wissen: Diese eine Studie zeigt einen Zusammenhang zu einem Zeitpunkt – sie beweist nicht, was Ursache und was Folge ist, und sie trifft keine Aussage über dich persönlich. Was sie aber deutlich macht: Die seelische Belastung bei Lipödem ist real, messbar und verdient genauso viel Aufmerksamkeit wie die körperlichen Beschwerden.

Die Autor:innen der Studie empfehlen deshalb ausdrücklich, psychologische Unterstützung fest in die Behandlung von Lipödem einzubinden – nicht als Ersatz für medizinische Versorgung, sondern als gleichberechtigten Teil davon. Falls du merkst, dass dich die psychische Seite des Lipödems belastet: Das ist kein Zeichen von Schwäche, und du musst damit nicht allein bleiben.

Quellen:

  • https://www.mdpi.com/2673-4184/6/3/50
  • https://library.lipedema.org/bibliography/9WBI6L66